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Lexikon

Bergkristall

Farbe
weiss
Fundort
gesamter Alpenraum Schweiz
Härte
7
Dichte
2,65
Formel
SiO2 Siliciumdioxid
Bruch
muschelig, sehr spröde
Kristalle
(trigonal) sechsseitige Prismen
Spaltbarkeit
keine
Strichfarbe
weiss, farblos
Glanz
Glasglanz

Entstehung

Jeder Bergkristall ist ein Unikum für sich. Es gibt kaum zwei gleich aussehende, gleich grosse Kristalle mit der gleichen Oberfläche. Bergkristalle sind zwar unbelebte Objekte, wurden aber trotzdem geboren. Vereinfacht gesagt, wuchsen sie von einem Keim aus in wässerigen Lösungen zu einem Kristall heran. Verantwortlich für das spätere Aussehen des Kristalls waren dabei mehrere Faktoren, wie die Bildungstemperatur, Druck, Lösungsgenossen sowie Übersättigungsgrad der Lösung. Die Anlagerung der einzelnen Bausteine folgte dabei eigenen inneren Gesetzmässigkeiten.Die Formenvielfalt des Bergkristalls ist fast unbegrenzt. Er erscheint in den ausgefallensten Formen. Da gibt es Doppelender, Zwillingsspitzen, Phantom Kristalle, Monolithe usw.! Die Kristalle bestehen in den meisten Fällen aus einer Kombination von Prisma und zwei Rhomboeden. Es kommen daneben aber auch Pyramiden und Trapezoederflächen vor. Am häufigsten ist eine Zwillingsbildung zu beobachten.

Jade – Nephrit

Farbe
blassgrün
Fundort
Poschiavo
Graubünden – Schweiz
Härte
-
Dichte
-
Formel
-
Bruch
-
Kristalle
-
Spaltbarkeit
-
Strichfarbe
-
Glanz
-

Entstehung

Chinesische Steinschleifer haben schon vor Jahrtausenden mit einem ausgeprägten Sinn für Formvollendung und einem erstaunlich hochentwickelten Handwerkskönnen den eher unscheinbaren Rohstein zum Kunstwerk gewandelt. Unter dem Namen Yü besass der Stein in China eine
ungeheure Bedeutung und besitzt sie heute noch.


Nephrit ist nicht die Bezeichnung für eine Mineralart, sondern für ein monomineralisches Gestein, das entweder aus Tremolit oder aus Aktinolith besteht. Beides sind Mineralien der Amphibolgruppe. Wesentlich ist, dass das Gestein aus dicht verfilzten Fasern dieser Mineralien besteht. Nephrit (Jade) ist einer der seltensten Bündner Halbedelsteine.

Nolla Pyrit
(Pyrithaltiger Tonschiefer)

Farbe
Pyriteinschlüssen und weissen Adern
Fundort
Flussbett der Nolla
Graubünden - Schweiz
Härte
-
Dichte
-
Formel
-
Bruch
-
Kristalle
-
Spaltbarkeit
-
Strichfarbe
-
Glanz
-

Entstehung

Er kommt in der Nolla vor, ist selten schiefrig, sondern meist massig und sehr hart und zäh, was auf Quarzgehalt hinweist (siehe auch die häufigen schönen, weissen Quarzadern). Die schwarzen Bestandteile sind kohlig (Graphit). Pyrit ist ein weit verbreitetes Mineral. Charakteristisch für den Pyrit sind der metallische Glanz und die messinggelbe Farbe. Die häufigste Kristallform des Pyrits ist der Würfel.

Rauchquarz

Farbe
hellbraun, sehr dunkel braun
Fundort
Surselva, Grimselpass
Härte
7
Dichte
2,65
Formel
SiO2 Siliciumdioxid
Bruch
muschelig, sehr spröde
Kristalle
(trigonal) sechsseitige Prismen
Spaltbarkeit
keine
Strichfarbe
hellbraun, braun, dunkel braun
Glanz
Glasglanz

Entstehung

Der Rauchquarz ist eine Farbvarietät des Bergkristalls. Diese Verfärbung beim Rauchquarz hat ihren Ursprung – ebenso wie bei einigen anderen farbigen Quarzvarietäten – in der  Farbzentrenbildung. Diese sogenannten Farbzentren beruhen auf bestimmten Gitterbaufehlern in der Kristallstruktur. Sie entstanden durch natürliche radioaktive Strahlung in der Erde.

Rhodonit

Farbe
fast weiss), Rhodochrosit (rosarot)
Fundort
Alp Tanatz, Splügen
Graubünden - Schweiz
Härte
-
Dichte
-
Formel
-
Bruch
-
Kristalle
-
Spaltbarkeit
-
Strichfarbe
-
Glanz
-

Entstehung

Die Manganerzfundstelle an der Tanatzalp am Splügenpass ist von Petrografen kaum beachtet worden. Dafür gibt es wohl einen Grund, das anstehende dieser prächtigen Manganvererzung konnte bis heute nicht gefunden werden. Steinsucher finden auf der Alp Tanatz über und unter der Erde oft sehr schöne silikatreiche kleinere Brocken. Beim Aufschlagen der schwarzen Steinstücke kommen dabei wunderschöne Farben von roten, schwarzen, weissen, gelben und braunen Mineralien zum Vorschein. Von allen Manganvorkommen der Schweiz hat die Tanatzalp vielleicht die farbigsten und vielfältigsten Funde geliefert. An Mineralien sind enthalten: grobkristalliner Rhodonit in kleinen Quarzadern, die Farbe variiert von himbeerrot bis dunkelrot mit einem Stich ins Purpur. Bei den gelb bis orangen Farbtönen ist das Mineral Spessartin (Granat) verantwortlich. Die hellen, leicht rosa gefärbten Partien bestehen aus Rhodochrosit.

Smaragdit
(Smaragdit, Saussurit, Gabbro)

Farbe
grau, graugrün, bläulichgrün
Fundort
Saaser Vispe
Saasertal – Wallis – Schweiz
Härte
-
Dichte
-
Formel
-
Bruch
-
Kristalle
-
Spaltbarkeit
-
Strichfarbe
-
Glanz
-

Entstehung

Vor rund 200 Jahren wurde dieses Gestein, das aus der Gegend zwischen dem Saaser- und dem Mattertal stammt, auch als Schweizer Jade benannt. Den Allalin-Gabbro haben als erste die Menschen der Pfahlbauerzeit (Neolithikum) im westlichen Mittelland entdeckt. Viele dieser Gesteinsblöcke wurden während der Eiszeit von den Gletschern vom Oberwallis ins Mittelland transportiert. Das auffälligste Mineral ist der leuchtend grüne Omphazit neben dem jadeähnlichen Saussurit.

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